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Friday, 15 November 2019
 

Referat Baupolitik
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Written by Bürgerinitiative Innenhof Braunschweig
Tuesday, 13 September 2011

Referat Baupolitik

Die Baupolitik der Ratsmehrheit ist gegen die alteingesessenen Braunschweiger gerichtet. Durch viele Beispiele ließe sich belegen, dass dort, wo Bauland ausgewiesen wird, Neubürger gegen Altbürger ausgespielt werden. So mussten die Bauern in Mascherode aus der Zeitung erfahren, dass man ihr Land für einen Golfplatz benötigte. Durch massiven Widerstand aber auch durch das unseriöse Auftreten des Projektentwicklers scheiterte das Projekt.

Eine Kart-Bahn am alten Güterbahnhof sollte neu gebaut werden, durch massiven Anwohner-Protest ist es gelungen einen anderen Standort zu finden. Es scheint, dass wirtschaftliche Interessen vor dem Allgemeinwohl stehen.

 

Das Zurückdrängen des öffentlichen Raums

Die Stadt Braunschweig gehört den Bürgern und spiegelt mit ihren Grundstücken, Straßen und Plätzen wieder, wie viel Reichtum noch für eine Kommune vorhanden ist. Das Beispiel des Freizeit- und Bildungszentrums zeigt sehr deutlich, wie den Bürgern eine Begegnungsstätte und eine Erholungspark genommen wird. Das vermeintliche Luxushotel konnte bis heute nicht realisiert werden. Auch der Umgang mit Kulturdenkmälern lässt zu wünschen übrig: z. B. stand an der Hermannstraße eine Konsum-Großbäckerei von der Jahrhundertwende, die abgerissen wurde. Auch sollte nicht vergessen werden, dass das Kulturinstitut am Steintorwall, die Brücke durch die Ratsmehrheit verkauft worden ist. Die Villa dient nun einem Bankinstitut als Verwaltungssitz, auch dies ist meiner Meinung nach ein Verstoß gegen die Wallringsatzung. Auch Grünflächen und öffentliche Wege werden privatisiert, ein herausragendes Beispiel hierfür bildet der Verkauf von Rimpaus Garten. Auch der Abriss der alten Bücherei ist ein weiteres Beispiel für das Umgehen mit unserer Baugeschichte. Außerdem wird die zugehörige Grünfläche überbaut, die bisher als öffentliche Anlage diente.

 

Grundstücksgesellschaft Braunschweig mbH

Die Braunschweiger Grundstücksgesellschaft entwickelt Grundstücke, das ist ein richtiges Anliegen. Die Frage lautet vielmehr, was tut sie nicht? Unsere Stadt verfügt über eine große Anzahl von Gebäuden und Freiflächen in unterschiedlichen Besitzformen. (Bund, Land, Stadt, Privat)

In der Münzstraße, wo heute noch die Polizei arbeitet, stehen ca. 2000 leer. In der Gliesmaroder Straße 70 (ehemaliges Kino) wäre ausreichend Platz für ca. 60 Eigentumswohnungen. Das Gelände des ehemaligen Eisenbahnausbesserungs-werkes von ca. 31 Hektar (andere Quellen nennen 51 Hektar) ist bis heute nicht weiter entwickelt. Das Gelände der Bühler-Miag hat ebenfalls große Reserven, das ehemalige Große Waisenhaus Salzdahlumer Straße ist bis heute nicht weiter beplant. Das Areal Großer Hof (ehemals Markthalle) sollte mit einer Sporthalle und Wohnungen bebaut werden. Auch dies Projekt konnte die Stadt bisher nicht umsetzen. Das Grundstück gegenüber der Stadthalle, für das schon vor mehr als 10 Jahren ein Luxushotel geplant wurde, ist bis heute Brachland. Der ehemalige Herrenkrug in Riddagshausen steht über ein Jahr leer, hinter vorgehaltener Hand ist zu hören, dass der Bestand abgerissen werden soll um Eigentumswohnungen zu bauen. Inwieweit sich der Neubau in die dörfliche Struktur einpassen wird, bleibt abzuwarten. Der Bunker Madamenweg wartet auf einen Ausbau, hier scheiterten schon mehrere Investoren. Eine Initiative von jungen Menschen Löwenzahn e. V. wollte das städtische Objekt Pippelweg 69 erwerben, dies scheiterte, die Gründe hierfür sind nicht bekannt gegeben worden.

Diese Aufzählung ist sicherlich nicht vollständig - lässt aber erahnen, dass die Stadt Braunschweig keinen Mangel an Grundstücken hat, um die Stadt im Sinne der Bürger zu entwickeln. Wie wäre es, wenn die Stadt das Gelände gegenüber der Stadthalle selbst erwerben würde und für Wohnbebauung freigeben würde. Die Braunschweiger Bauträger könnten Stadtvillen entwickeln.

 

Die Zerstörung der Wallringsatzung!

Nach wie vor will die Stadtverwaltung die historische Wallringsatzung aufteilen in vier Bereiche mit jeweils eigener Satzung. Der springende Punkt ist: Wie viel Gewerbefläche soll entlang dem Wallring entstehen? Die Vorgänge um das ehemalige Gästehaus der TU sind nur die Spitze des Eisberges. Wer es mit dem Erhalt der historischen Wallringanlage ernst meint muss klare bauliche Forderungen aufstellen. Beispielsweise müsste bei Neubauten eine Begrenzung auf die Höhe der vorhandenen Gebäude gefordert werden, ebenso müsste die Bautiefe auf das bereits vorhandene Maß begrenzt werden. Um den Erhalt des Ensembles zu gewährleisten, müsste insgesamt die Ausnutzung der Grundstücke wie bisher begrenzt bleiben. Ein besonders negatives Beispiel bildet hier die Bebauung des Petritorwall Nr. 12. Ich hoffe, dass das Bürgerforum Wallring dazu die nötige Kraft aufbringt.

 

Die soziale Stadtein Sanierungsprogramm?

Das Städtebauprogramm Soziale Stadt wird von Seiten des Bunds erheblich reduziert. Diese Fördermittel sind gesunken: Von 2010 mit 94,9 Mio. auf 2011 mit nur noch 28,5 Mio. im Jahr. Die Stadt will in langsamem Tempo mit einem Etat von vielleicht 1 Mio. das Programm weiter führen. Ich würde es wichtig finden, dass der Sanierungsbeirat im Westlichen Ringgebiet die Richtung vorgibt. Warum aus diesen Mitteln die damalige Gruppe Löwenzahn e. V., die für den Pippelweg 69 ein fertiges Finanzierungskonzept hatte, nicht gefördert wurde, ist nicht nachvollziehbar.

 

Glaube nur der Statistik, die Du selbst erarbeitet hast!

Auf das Gutachten der Firma GEWOS wird sich immer wieder berufen, die mit ihrer Wohnungsmarktanalyse aus dem Jahr 2003 einen Fehlbedarf an Wohnungen bis zum Jahr 2015 errechnet hatte. Es sollen insgesamt 4100 Wohneinheiten bis 2015 fehlen. Zum jetzigen Zeitpunkt geht die Stadtverwaltung von einem Fehlbedarf von 2000 Einheiten aus. Die Prognose sagt aber nichts aus über das Verhältnis der Entwicklung von Arbeitsplätzen zur Einwohnerzahl. In diesem Zusammenhang wäre die Entwicklung der Automobilindustrie ein wichtiges Parameter.

Die Ratsmehrheit von nur einer Stimme der CDU und FDP versucht in der Öffentlichkeit den Eindruck zu erwecken, dass unter der SPD, beziehungsweise der Ratsmehrheit von SPD und Grüne nur eine geringe Bautätigkeit gab. Die Zahlen der Braunschweiger Statistik können diesen Vorwurf nicht belegen. Beim Vergleich der Jahre 19912009 könnte man per Saldo, wenn man spitzfindig ist, behaupten, dass 1995 mit 1354 fertig gestellten Wohneinheiten oder 1997 mit 1169 Wohneinheiten erheblich mehr gebaut wurde als heute.

Nach der Wiedervereinigung war der Wohnraum in Braunschweig äußerst knapp, dass diese Entwicklung wieder rückläufig war, ist verständlich, da die meisten Menschen ihre neue Heimat in der Nähe ihres Arbeitsplatzes suchten. Der Trend zurück in die Stadt muss dafür herhalten, dass ungezügelt ohne Stadtentwicklungsplanung Bauplätze aus dem Boden gestampft werden. Ich meine, dass dieser Trend erst einmal dadurch zustande kommt, dass die Benzinpreise erheblich steigen und dies auch in Zukunft tun werden. Dieses Geld fehlt den Haushalten. Auch die Ausdünnung der ländlichen Infrastruktur verstärkt diese Entwicklung.

 

Sozialträger und ihre Grundstücke

Es fällt auf, dass die AWO z. B. in der Nußbergstraße ihr Altenheim aufgegeben hat, um das Gebäude in Eigentumswohnungen umbauen zu lassen. Ebenso hat die AWO in der Heinrichstraße das Altenheim aufgegeben, anschließend hat ein Projektentwickler Eigentumswohnungen hergestellt. Das Städtische Klinikum hat das Gelände Langer Kamp aufgegeben, auch hier entstehen in naher Zukunft Eigentumswohnungen. Das ehemalige Altenheim Korfesstraße des DRK soll noch bis Ende 2012 leer stehen. Wieso ein Sozialträger 2 Jahre Miete zahlt für ein leer stehendes Objekt, ist nicht nachzuvollziehen. Das Gelände bietet Platz für ca. 100 Eigentumswohnungen. Die Auswirkungen auf das Östliche Ringgebiet sind meiner Meinung nach nicht erfasst. In der Parkstraße wird die AWO ein Altenheim mit ca. 60 Plätzen schließen auch hier wird sicherlich mit Eigentumswohnungen spekuliert.

Einen Sonderfall bildet die Anlage des Klinikgeländes Holwedestraße auch im Zusammenhang mit der Wallringsatzung zu betrachten. Das Areal bietet Platz für mindestens 200 oder bei dichterer Bebauung für 400 Wohnungen. Es gibt also genug innerstädtische Grundstücke in hervorragender Lage, die zu entwickeln sind.

Zurzeit unbeachtet bleibt aber die Frage, welcher Bedarf besteht für künftige Altenheime und betreutes Wohnen.

 

Bauen ohne Parkraumkonzept

Leonhards Garten gehört sicherlich zu den besten Baukonzepten der Stadt. Gleichwohl bleibt die Frage, wohin mit den zusätzlichen Parkplätzen für Besucher und welche Möglichkeiten gibt es für zusätzliche Zweitwagen der Bewohner, die über den geforderten Stellplatzbedarf hinausgehen. Im Baugebiet Nußbergstraße /Stadt-park sind mehr als 80 Einstellplätze des ehemaligen Garagenhofs weg-gefallen. Ein Parkraum-Bewirtschaftungskonzept wird von der Ratsmehrheit abgelehnt, als Begründung werden die Kosten angeführt. Im östlichen Ringgebiet werden zahlreiche Straßen saniert mit Hilfe der Straßenausbausatzung - 75% der Kosten tragen die Anwohner. Jüngstes Beispiel dafür ist der Abschnitt der Husarenstraße bis zum Ring, wo an den drei Kreuzungen jeweils 48 Parkplätze entfallen (Vom äußeren Schnittpunkt der Straßen ist der Gehweg jeweils jedes Mal fast 12 Meter vorgezogen und mit Pollern abgesperrt.) Auf diese Art und Weise sind sicherlich im Östlichen Ringgebiet mehr als 200 Parkplätze weggefallen.

Warum ist aber ausreichend Geld vorhanden, um pro Kreuzung ca. 56 Poller zu verbauen: Sollten die Bürger hier diszipliniert werden? Eine autofeindliche Stadt stellt für sich allein noch kein Ökokonzept dar.

 

Positionspapier Wohnungsbaupolitik

Am 29. April 2009 sah sich der ehemalige Baurat gezwungen, einen dreiseitigen Text vorzulegen, der die hochtrabende Überschrift trägt: Positionspapier zur Ausrichtung der Braunschweiger Wohnbaupolitik. Kurz zusammengefasst auf einen Satz verkürzt: Weiter so, Augen zu und durch!

Es wird nicht erklärt, warum Braunschweig z. B. kein kommunales Flächen-Manage-ment hat, warum es kein Lückenbauregister gibt geschweige denn, dass es ein gemeinsames Flächenmanagement mit den umliegenden Gemeinden gibt. Statt- dessen wird die Metropolregion hochgehalten, in dem die Kommunen miteinander im Wettbewerb um Baugebiete stehen. Dies halte ich eher für einen Beitrag der Umweltzerstörung als solidarisches Miteinander in der Region. Wie wir die zahlreichen Baulücken entwickeln sollen, wird nicht ausgeführt.

 

Altbaugebiete und Nachverdichtung

Positive Beispiele für die Nachverdichtung tragen sicherlich dazu bei, die Ressourcen zu schonen. In der Stadt Braunschweig wird aber von einer breiten Ratsmehrheit dogmatisch mit dieser Frage umgegangen. Wenn wie am Beispiel des Bebauungsplans Nußbergstraße/Stadtpark in einen Innenhof vier so genannte Stadtvillen gepresst werden, so nenne ich dies erst einmal geschichtslosen Umgang mit der historisch gewachsenen Stadtplanung und teilweise denkmalgeschützten Bausubstanz.

Im Zusammenhang mit der Nachverdichtung wird auch der Vertrauensschutz ausgehebelt. Als SPD und Grüne die Ratsmehrheit stellten, traten sie für grüne Innenhöfe ein. Die SPD hält sich an ihre vorher vertretene Meinung, die Grünen wollen von dieser inhaltlichen Position nichts mehr wissen.

Natürlich ist es richtig, kommunales Handeln auf Nachverdichtung auszurichten, um die weitere Landschaftszersiedelung aufzuhalten. Dazu braucht man aber ein Baulücken-Kataster, dies wird von Seiten der Stadt bisher abgelehnt. Das mangelhafte Ausschöpfen des Potentials der Nachverdichtung führt nicht zu einem Gesamtzusammenhang des Stadtbildes.

 

Planungsrechtliche Instrumente der Stadt

Der Hinweis, dass hinsichtlich der Baulücken nichts getan werden könne, ist nicht stichhaltig. In vielen Teilen Deutschlands wird die Einflussnahme folgender Paragraphen diskutiert:

§4a BauNVO:

Gebiete zur Erhaltung und Entwicklung der Wohnnutzung (Besondere Wohngebiete)

§7 NBauNVO:

Kerngebiete

§177 BauGB:

Modernisierungs- und Instandsetzungsgebot

§172 BauGB:

Erhaltung baulicher Anlagen und der Eigenart von Gebieten (Erhaltungssatzung)

§9 BauGB:

Inhalt des Bebauungsplans

(1) Im Bebauungsplan können aus städtebaulichen Gründen festgesetzt werden:

§176 BauGB:

Baugebot

(1) Im Geltungsbereich eines Bebauungsplans kann die Gemeinde den Eigentümer durch Bescheid verpflichten, innenhalb einer zu bestimmenden angemessenen Frist..

 

Die Stadt überlässt es lieber Investoren, sich überall willkürlich zu betätigen. Die zukünftige Entwicklung des Stadtbildes wird nicht zusammenhängend geplant.

 

Baugebiete im Stadtgebieteine Übersicht

 

 

Gebiet

Art und Anzahl der Häuser

Fertiggestellt

 

 

Einfamilienhäuser

Mehrfamilienhäuser

Eigentumswohnungen

Stadtvillen

Ja/ -

1

Volkmarode Nord

200

116

 

 

-

2

Völkenrode Nord

100

-

-

-

-

3

Langer Kamp

 

 

 

 

-

4

St. Leonhardts Garten

 

 

 

 

-

5

Roselies Kaserne

125

-

29

9

-

6

Rabenrodestraße Nord

60

-

-

 

-

7

Möncheweg / Alte Kirchstraße

14

-

-

-

-

8

Lammer Busch West

500

30

-

-

-

9

Lammer Busch Ost

161/ 85

15

-

-

-

10

Kanzlerfeld Am Buchenberg

85

-

-

-

-

11

Harxbüttel Nordwest

50

-

-

-

-

12

Echternstraße

50

-

-

-

Ja

13

Breites Bleek

40 bis 50

-

-

-

-

14

Blumenstraße

11

-

-

-

-

15

An der Schunteraue

16

 

 

 

 

16

Am Giersberg

-

-

80

-

-

17

Berliner Straße Süd

65

-

41

-

Ja

18

Ritterstraße/ Schlossstraße

-

-

13

-

-

 

Gesamtzahl der Objekte

1603

161

(als Wohneinheiten gezählt: 766)

163

9

 

 

Angaben, Fachbereich „Stadtplanung und Bauen“

 

Die Angaben sind in einem Zeitraum von drei Jahren zu betrachten, sie sind öffentlich zugänglich und stammen aus dem Fachbereich „Stadtplanung und Bauen“. Zu berücksichtigen sind zum Beispiel, dass die Ritterstraße, Ecke Schlossstraße ein umstrittener Bauplatz ist, zudem sind der Sielkamp Nord, Wendeburg, die Friedrichstraße und das Holzmoor in Querum noch nicht erfasst. Zählt man die Segmente Einfamilienhaus und Mehrfamilienhaus zusammen, ergibt sich gerechnet in Wohneinheiten 2369 WE.

 

Objekte im Stadtgebieteine Übersicht für 2010 + 2011

 

 

Gebiete

Ein-; Zwei-; Doppel- Reihenhäuser

Eigentums-

wohnungen

 

1

Berliner Straße Süd

 

2

 

2

Blumenstraße

20

 

 

3

Botanischer Garten

 

14

 

4

Harxbüttel

40

 

 

5

Am Buchenberg

83

 

 

6

Lammer Busch Ost

161

 

 

7

Möncheweg

5

 

 

8

Rabenrodestraße Nord

3

 

 

9

Roselies Kaserne

125

 

 

10

Skt Leonhardts Garten

53

100

 

11

Völkenrode Nord

11

 

 

12

Volkmaroder Nord

30

 

 

13

Am Giersberg

 

30

 

14

Seikenkamp Nord

12

 

 

15

Auf dem Kamp Sickte

48

 

 

16

Am Bülten Ost

20

 

 

17

Breitenhop West

 

40

 

18

Mettlacher Straße

4

 

 

19

Petritorwall 14

 

11

 

20

Adolfstraße 39B

 

 

 

21

Cammanstraße

 

28

 

22

Heinrichs Höhe

29

 

 

23

Ritterstraße Schloßstraße

 

21

 

24

Bortfeld Marina

70

 

 

25

An der Schölke

45

 

 

26

Breitenhop West

7

 

 

27

Buchlers Garten

 

60

 

28

Lammer Busch Ost

360

 

 

29

Michaelisviertel

 

3

 

30

Nußbergstraße Stadtpark

 

28

 

31

Schuberhof Wendenstraße

 

17

 

32

Langenkamp

14

72

 

33

Trakehnenstraße Ost

140

 

 

34

Waggum Nord

110

 

 

35

Echterstraße

29

 

 

36

Richard Strauss Weg

 

12

 

37

Heinrichstraße Allerstraße

 

43

 

38

Georg Westermann Allee

 

7

 

39

Jasperallee

 

4

 

40

Kalandstraße 3

 

16

 

41

Schunterterassen Querum

11

 

 

42

Maienstraße 6a

4

 

 

43

Holzmoor

 

16

 

 

SUMME

1434

524

1958

 

Da ich ein engagierter Bürger in der Frage Stadtentwicklung bin, habe ich diese Zahlen aus unterschiedlichsten Quellen zusammengetragen. Der Betrachtungszeitraum ist 3 Jahre. Bestimmte Bauvorhaben wie Friedrichstraße, Bunker Melverode, oder Cellerstraße Eckgrundstück sind nicht erfasst. Für Fehler bitte ich um Entschuldigung, für Anregung oder Weiterentwicklung dieser Tabelle bin ich offen.

 

Neubaugebiete – Kindertagesstätten Entwicklungsplan 2010

Sind die Zahlen wirklich relevant?

 

Baugebiet

Stadtbezirk

Baubeginn

Mehrfa.
Häuser

Einfa.
Häuser

Gliesmarode - Berliner Straße Süd

111
Wabe-Schunter

im Bau

29

68

Waggum - Rabenrodestraße-Nord
Waggum-Nord
Breitenhoop-West

112
Bienrode-Waggum-Bevenrode

im Bau
in Planung
in Planung

 

60
110
7

Volkmarode-Nord
Seikenkamp-Nord

114
Volkmarode

im Bau
in Planung

116
28


200

Am Giersberg
St. Leonhards Garten
Nußbergstraße/Stadtpark
Langer Kamp

120
Östliches Ringgebiet

im Bau
im Bau
in Planung
in Planung

190
100
28
72


53

14

Humboldtstraße/Botanischer Garten
Schuberthof
Echternstraße-West

131
Innenstadt

im Bau
in Planung
im Bau

28
17
40



7

Stöckheim - Trakehnenstraße-Ost

211
Stöckheim-Leiferde

in Planung

 

140

Roselieskaserne
Südstadt - Möncheweg/Alte Kirchstraße

213
Südstadt-Rautheim-Mascherode

im Bau
im Bau

 

125
14

Blumenstraße
Cammanstraße-Ost
An der Schölke

310
Westliches Ringgebiet

im Bau
in Planung
in Planung

20
60



45

Lammer Busch Ost, weitere Bauabschnitte
Am Buchenberg
Völkenrode-Nord

321
Lehndorf-Watenbüttel

im Bau
in Planung
im Bau
im Bau

15


6

160
360
83
101

Harxbüttel Nordwest

323
Wenden-Thune-Harxbüttel

im Bau

 

34

 

 

Gesamt

749

1581

 

 

Gesamt

2330

 

Es verwundert dass, in Bezug auf das Östliche Ringgebiet nicht alle Zahlen erfasst sind. Hierzu habe ich in Bezug auf das Östliche Ringgebiet folgende Wohneinheiten noch erfasst:

 

Kastanienalle 31

7 EtW

Karlstraße 22

11 EtW

Alte Drahtfabrik Richard Strauss Weg

12 EtW

Maienstraße 1 Neubau

7 EtW

Heinrichstraße 10 und Allerstraße 48

43 EtW

Georg Westermann Allee 12

7 EtW

Jasperalle 67

4 EtW

Nussbergstraße vorher AWO

7 EtW

Mars - la Tour Kaserne

33 EtW

 

Summe 131

 

Ich nehme an, das der Kindertagesstädtenentwicklungsplan 2010 einen statistischen Betrachtungszeitraum von 3 Jahren erfasst. Die Frage lautet: Sind die Zahlen geschönt! Und warum sind die von mir erfassten Wohneinheiten im Entwicklungsplan nicht enthalten. Ich habe nur im Planungsgebiet Östliches Ringgebiet zusätzlich recherchiert. Laut Braunschweiger Zeitung vom 9. November 2010 gibt es 285 Wohneinheiten. Im Entwicklungsplan der Stadt sind 457 Wohneinheiten erfasst, zählt man die 131 dazu sind es 588. Wenn man in allen Stadtbezirken nachforschen würde, kähmen sicherlich nochmals 25% an Wohneinheiten dazu. Die engagierten Bürger sowie die Ratsfrauen und Ratsherren sind aufgerufen dieses Zahlenwirrwarr zu klären. Siehe dazu auch die Tabelle Braunschweiger Zeitung vom 9. November.

 

Kinderbetreuung in den Bezirken aus Braunschweiger Zeitung 9. November 2010

 

Name

 

Anzahl

Bezirksnummer

Schunter

Wohnungsneubau

97

111

Waggum Bevenrode

Wohnungsneubau

117

112

Hondelage

Wohnungsneubau

0

113

Volkmarode

Wohnungsneubau

344

114

Östlich Ring

Wohnungsneubau

285

120

Innenstadt

Wohnungsneubau

52

131

Viewegs Gärten/Bebelhof

Wohnungsneubau

0

322

Stöckheim/Leiferde

Wohnungsneubau

140

211

Heidberg/Melverode

Wohnungsneubau

0

212

Sü/Rauth/Maschen

Wohnungsneubau

139

213

westlicher Ring

Wohnungsneubau

125

310

Lehndorf/Watenbüttel

Wohnungsneubau

725

321

Veltenhof/Rühme

Wohnungsneubau

0

322

Wenden/Thune/Harxbüttel

Wohnungsneubau

34

323

Nordstadt

Wohnungsneubau

0

331

Schunter

Wohnungsneubau

0

332

Rüningen

Wohnungsneubau

0

224

Broitzen

Wohnungsneubau

0

223

Timmerl./Stiddien/Geitelde

Wohnungsneubau

0

222

Weststadt

Wohnungsneubau

0

221

 

 

Gesamt

 

Erfasst ist die Neubautätigkeit bis zum Jahre 2011

 

 

 

 

Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Braunschweig

Betrachtung über drei Jahre

 

 

 

Gebiet

Einfamilien-

häuser

Reihenhäuser Doppelhäuser

Wohneinheiten / Mehrfamilienhäuser

Gebiet

1

An der Schunteraue

16

-

-

 

2

Rabenrodestraße Nord

60

-

-

 

3

Volkmaroder Nord

200

-

150

 

4

Im Holzmoor

150

-

-

 

5

Berliner Straße Süd

65

-

41

 

6

Großer Schafkamp

13

78

-

 

7

Möncheweg

13

-

-

 

8

Schmiedeweg

100

-

-

 

9

Breites Bleek

40

-

-

 

10

Stöckheim Am Zoo

80

-

40

 

11

Geitelde Am Sender Ost

50

-

-

 

12

Am Giersberg

-

-

80

 

13

Friedrichstraße

-

9

16

 

14

Michaelisviertel

-

9

30

 

15

Lammer Busch West

500

-

50

 

16

Calvördestraße

-

20

-

Ist 2010 raus

17

Mettlacher Straße

-

12

-

 

18

Am Bülten

 

 

 

 

19

Völkenrode Nord

100

-

-

 

20

Harxbüttel Nordwest

50

-

-

 

21

Schunterterrassen

23

-

-

 

22

Pfingststraße

 

 

 

 

23

Blumenstraße

 

10

10

 

24

Am Obstgarten

 

 

 

 

25

Pfälzer Straße

 

 

 

 

26

Lammer Busch Ost

260

-

-

 

27

An der Tannenriede

 

 

 

 

 

Gesamt (bis hierhin)

1720

138

372

 

28

St Leonhardsgarten

-

-

160

Neu in 2009

29

Kanzlerfeld

80

-

-

Neu in 2010

30

Roselies Kaserne

118

-

-

Neu in 2010

 

Gesamt

1918

138

532

 

 

Die Zahlen ergeben sich aus den Katasteramtsberichten 2008/2009/2010, zählt man alle Zahlen als Einheit zusammen ergeben sich 2588 Kaufmöglichkeiten

 

 

Tanz ums goldene Kalb

 

Verträge

2007/2008

2008/2009

2009/2010

Gesamtzahl

2681

2371

2556

Ein- und Zweifamilienhäuser

303

297

324

Doppel- und Reihenhäuser

327

298

314

Mehrfamilienhäuser

201

94

87

Eigentumswechsel im Bestand

805

752

772

Neubau von Eigentumswohnungen

305

310

244

Summe

Ein-, Zwei-, Doppel-, Reihenhäuser, ETWs und

Bestandswechsel

1941

1751

1741

Abzüglich Eigentumswechsel im Bestand

- 805

- 752

- 772

Neubautätigkeit

1136

999

969

 

Bemerkung: Aus meiner Sicht, wird die Statistik des Grundstückmarktberichtes Braunschweig nicht ausreichend gewürdigt. Es handelt sich in den einzelnen Segmenten um die wirklich wichtigen Zahlen hinsichtlich der Stadtentwicklung. Wie viel Neubaugebiete brauchen wir? Wie viel Stadtvillen brauchen wir? Wie viel Baulandreserven sollte die Stadt als Vorratsplanung anlegen? Wenn der Kuchen hinsichtlich Eigentumswohnungen im Neubau durchschnittlich zweihundert bis dreihundert Einheiten beträgt, wieso braucht die Stadtentwicklung in diesem Segment bis zu Achthundert Kaufmöglichkeiten pro Jahr? In Bezug auf Einfamilienhäuser, Doppelhäuser, Reihenhäuser haben wir ebenfalls die dreifache Menge an Kaufmöglichkeiten gegenüber dem tatsächlichen Absatz. Nun könnte man den Standpunkt vertreten, wenn sich die Investoren verspekulieren sind sie selbst Schuld. Ich persönlich halte das aber nicht für richtig, denn wer eine verträgliche Stadtentwicklung will, sollte die Stadt planen und nicht der Anarchie der Immobilienspekulation überlassen.

 

Weitere Aspekte – noch zu klären

Bei der Betrachtung der Baupolitik in Braunschweig ist die Frage der Gewerbe-Immobilien im Zusammenhang mit der Entwicklung des Einzelhandels in der Innenstadt nicht betrachtet worden. Der zunehmende Leerstand in der City fällt jedem Passanten auf, dies wird durch die Schlossfassaden und der zugehörigen Konsumtempel gefördert.

 

Denkmalschutz und Lebensqualität

Die Ausweisung von immer mehr Neubaugebieten ist kein geeignetes Mittel Bevölkerung zu halten oder gar Neubürger zu gewinnen. Lebensqualität und Denkmalschutz müssten auf die innere Entwicklung der Stadt und der Stadtteile ausgerichtet sein. Die soziale Infrastruktur der Stadt muss weiter entwickelt werden. Rettet die gewachsenen Quartiere! Wohnungsneubau braucht mehr als so genannte Stadtvillen. Die Ausweisung von Bauland ist in Braunschweig eher eine Umverteilung von Bevölkerungsgruppen aus nicht so attraktiven Lagen und führt in diesen Quartieren zu weiterem Leerstand.

 

Im Jahr 2000 formulierte der Direktor des Bauhauses in Dessau:Wie können wir es schaffen, dass nicht irgendwelche Investoren oder irgendeine Planergruppe entscheiden, sondern dass wir so etwas wie einen gesellschaftlichen Konsens hinkriegen, Formen des Partizipierens und Miteinander-Lebens die dann auch dazu führen, dass wir wieder ein Bild von der Stadt gewinnen.(Omar Akbar, DER SPIEGEL 47/2000)

 

 

 

 

Last updated ( Tuesday, 13 September 2011 )
 

 
      
 
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