Bürgerinitiative Innenhof Braunschweig

Test banner
 
 
Home page Hauptseite > Überblick > Nachverdichtung ohne Stadtentwicklung Permanent link to this page
Monday, 16 December 2019
 

Nachverdichtung ohne Stadtentwicklung
Export to PDF Permanent link to Nachverdichtung ohne Stadtentwicklung Email Print
Written by Bürgerinitiative Innenhof Braunschweig
Tuesday, 13 September 2011

 

Nachverdichtung ohne Stadtentwicklung

Nachverdichtung in der Stadt kann ein Beitrag gegen die Zersiedelung von Flächen sein und spart außerdem Ressourcen.

Es gibt aber auch negative Beispiele wie die Bebauung des Grundstücks Petritorwall 12. Hier werden im Gebiet Wallring die Gebäudehöhe sowie die Bautiefe nicht auf das alte vorhandene Maß der Umgebung begrenzt, sondern erheblich ausgedehnt um mehr Verkaufsfläche anbieten zu können. So wird die Wallringsatzung ausgehebelt. Als die SPD und die Grünen die Ratsmehrheit hatten, traten sie ein für die Begrünung der Hinterhöfe und deren Entkernung. Von dieser Position hat sich die Grüne Partei still und heimlich verabschiedet. Heute betrachten die Grünen den Innenhof Nußbergstraße-Stadtpark als lohnendes Bauprojekt. Diese Nachverdichtung mit vier Betonklötzen auf einer Fläche von zwei Fussballfeldern in einem geschlossenen Karree ist aus der Sicht der Bürgerinitiative für den Erhalt des Innenhofes Nußbergstraße ein Beitrag zur Zerstörung historisch gewachsener Stadtgeschichte. Nach unserer Meinung haben die damaligen Stadtplaner große Innenhöfe gebildet, um einerseits Kleingewerbe anzusiedeln und andererseits Belichtung und gesundes Kleinklima in den Höfen zu gewährleisten.

Würden die Grünen beim Projekt St. Leonhards Garten der gleichen Argumentation folgen, so müssten sie befürworten, dass die Freifläche in der Mitte mit Gebäuden ebenso zugebaut wird. Zu Recht wird hier aber gelobt, dass die großzügigen Freiflächen in erheblichem Maße die Stadtentwicklung und die Lebensqualität fördern.

Die Wiederaufbau-Immobilien GmbH bewirbt ihre Immobilie Ferdinandbrücke mit der großen Lebensqualität der lichtdurchfluteten Wohnungen. Im Karree Nußbergstraße­Stadtpark haben die neuen Eigentumswohnungen ebenso wie die Bestandsgebäude erheblich unter gegenseitigen Verschattungen zu leiden, da die Grenzabstände der Gebäude sehr gering sind.

Braunschweig verfügt über zahlreiche Freiflächen und Baulücken, die nachverdichtet werden können. Doch dazu müssten sich die Grünen für ein Baulücken-Kataster einsetzen. Dieses Potential wird nicht ausgeschöpft, dies führt dazu dass das Stadtbild nicht im Gesamtzusammenhang wieder hergestellt wird.

Diese Art der Nachverdichtung dient dem Interesse von Spekulanten, die möglichst viele Quadratmeter Wohnfläche pro Grundfläche herstellen wollen. Die Grünen im Bezirksrat haben sich für eine 2 1/2-geschossige Bebauung ausgesprochen. Die Ratsfraktion der Grünen wollte noch nicht einmal auf ihre eigene Basis im Bezirk hören. Die Auswirkungen der Nachverdichtung hängen von der Masse eines Baukörpers ab. Die Grünen des Bezirksrats wollten mit ihrem Vorschlag auch die vier monströsen Betonklötze entschärfen. Der Architekt und Ratsherr der Grünen, Herr Holger Herlitschke ist so unsensibel, dass er noch nicht einmal diesen Vorschlag aufgreift. Unser ehemaliger Nachbar im Karree Herr Herlitschke, der im Rat begründet hatte, dass man für das höhere Gut der Nachverdichtung als Anwohner auch Verschattung in Kauf nehmen muss, ist dieser Ansicht nicht treu geblieben und umgezogen. Letztendlich muss man den Grünen einen dogmatischen Umgang mit der Frage der Nachverdichtung des Stadtraums vorwerfen.


 

 

Last updated ( Tuesday, 13 September 2011 )
 

 
      
 
Powered by Lanius CMS