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Monday, 23 November 2020
 

Offener Brief an den Rat
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Written by Bürgerinitiative Innenhof Braunschweig
Sunday, 26 April 2009

Offener Brief an die Ratsmitglieder Stadt Braunschweig

 

Am 25. Juni tagt der Bau- und Umweltausschuss. Zur Beratung liegt ein Grundsatzbeschluss zum Bebauungsplan „Nußbergstraße – Stadtpark“ vor. Wir von der Bürgerinitiative würden es begrüßen, wenn diese Beschlussfassung vertagt würde. Das gäbe der Bürgerinitiative die Zeit, den Garagenhof selbst zu kaufen.

 
Aus den beigelegten Plänen können Sie ersehen, dass wir ungefähr 100 Einstellplätze reaktivieren wollen und die Grünanlage ausbauen wollen. Darüber hinaus böte sich für verschiedene Wohnungseigentümer und Hausbesitzer die Möglichkeit, über eine Geothermieanlage mit Solarunterstützung oder über eine Blockkraftheizanlage mit Kraftwärmekopplung umweltschonend und wirtschaftlich eine bessere Ausgangslage zum Ankauf des Grundstücks.

 
Ein Grundsatzbeschluss zum 25. Juni würde für die Bürgerinitiative bedeuten, dass der Kaufpreis in die Höhe schnellt. Zurzeit kalkulieren wir mit einer Ankaufssumme von 1 Mio. €. Nach dem Beschluss müssen wir wohl mit zwischen 1,3 bis 1,5 Mio. € kalkulieren.

 
In der Begründung des Grundsatzbeschlusses der Verwaltung sind Aussagen enthalten, die wir nochmals kommentieren möchten. Die Blockinnenbebauung stellt keine architektonische Bereicherung des Gründerzeitkarrees mit teilweise denkmalgeschützten Häusern dar. Im östlichen Ringgebiet finden wir als Innenhofbebauung höchstens zweigeschossige Gebäude mit eventuell ausgebautem Dachgeschoss vor. Bei der Angabe des Stellplatzbedarfes der geplanten Bebauung ist nicht berücksichtigt, dass viele Neuerwerber im Luxussegment zwei Einstellplätze (doppelt soviel) benötigen.

 
Unserer Meinung nach muss außerdem angemerkt werden, dass aus Gründen des Brandschutzes (Rettungswege, Feuerwehrzufahrt) an der Nußbergstraße mehrere öffentliche Parkplätze wegfallen werden. Das Rechenkunststück der 83 neu zu schaffenden Parkplätze ist aus unserer Sicht Augenwischerei, da 28 Wohneinheiten  (mit bestimmt häufigen Zweitwagen) zum Wohnungsbestand des Viertels dazu kommen. Eine Bebauung des Blockinnenhofes wird zu erheblichen Lärmbelästigungen der Randbebauung führen.


Abschließend bitten wir zu bedenken, dass diese Art der Nachverdichtung über Jahrzehnte von der Verwaltung nicht geduldet wurde.  Nun soll ein Präzedenzfall geschaffen werden für weitere Nachverdichtung in den beliebten Altbauquartieren der Stadt bei unveränderter Infrastruktur. Von Ratsmitgliedern kommt immer wieder der Hinweis, dass dies kein Präzedenzfall sei. Wir geben zu bedenken: Hinter der Stadthalle befindet sich ein Garagenhof mit ca. 90 Garagen in gepflegtem, guten Zustand. Hier hat ein bekannter Investor ebenfalls eine Bauvoranfrage gestellt, die unseres Wissens positiv beschieden wurde.

Deshalb:

Unkontrollierte Nachverdichtung ersetzt keine städtebauliche Wohnungspolitik

Last updated ( Sunday, 10 May 2009 )
 

 
      
 
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