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Monday, 16 December 2019
 

Brief Manfred Pesditschek SPD-Fraktion 08.04.2008
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Written by Bürgerinitiative Innenhof Braunschweig
Sunday, 26 April 2009

Betreff: Blockinnenhof Nussbergstraße

Von: "Manfred

Pesditschek"An:

Cc: "SPD-Fraktion"

Datum: 08.04.08 21:38:37 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich danke Ihnen für Ihre Zuschriften und Ihre Stellungnahmen zu der geplanten Blockinnenbebauung Nussbergstraße. Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich in meiner Antwort nicht generell zu Bau- und Planungsfragen der Stadt Braunschweig Stellung nehme, sondern mich auf Ihr spezielles Anliegen beschränke.

Die SPD-Ratsfraktion nimmt mit zunehmendem Missbehagen von Bestrebungen Kenntnis, in der Stadt Nachverdichtung der Wohnbebauung zu betreiben. Das kann zwar im Einzelfall sinnvoll sein. Aber generell besteht immer die Gefahr, dass das Kapitalverwertungsinteresse von Investoren stärker die Verwaltungsentscheidungen beeinflusst als das Interesse der Bürgerinnen und Bürger, speziell der Anwohner, an einer sinnvollen und zukunftsträchtigen Stadtumfeldgestaltung.

Für die SPD-Fraktion ist zunächst Grundvoraussetzung, dass bei allen Absichten der Nachverdichtung ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet wird. Nur dies Verfahren gewährleistet, dass überhaupt Anregungen und Bedenken von Bürgern und Institutionen mit in das Planungsgeschehen einbezogen werden. Insofern hat die SPD-Ratsfraktion gegen die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Karree Nussbergstraße – Karl-Marx-Straße – Husarenstraße – H.-Elisabeth-Straße keine prinzipiellen Einwände, ganz im Gegenteil. Sonst könnte eine Baugenehmigung ganz ohne Beteiligung der Anwohner und der Politik ausgesprochen werden.

Allerdings haben wir erhebliche Einwendungen gegen die vorgesehenen Inhalte. Wie wir alle wissen, ist das östliche Ringgebiet einer der am dichtesten bewohnten Stadtteile Braunschweigs. Das hat zwar durchaus auch Vorzüge, bringt andererseits aber auch erhebliche Probleme mit sich, beispielsweise Parkplatzprobleme, aber auch beim Platzbedarf für Gemeinschaftseinrichtungen usw. Daher ist hier jede Nachverdichtung besonders kritisch zu sehen.

Die SPD-Ratsfraktion hat noch keine abschließende Entscheidung in dieser Angelegenheit gefasst. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass sie den derzeit entwickelten Vorstellungen, also einer Bebauung mit „Stadtvillen", nicht zustimmen wird. Ganz anders wäre der Sachverhalt, wenn die Verwaltung unter Beteiligung der Anwohner, der vorhandenen Eigentümer, von qualifizierten Stadtentwicklern und der Politik einen Modellfall zur Sanierung des Blockbinnenhofes entwickeln würde. Einer solchen Vorgehensweise würden wir uns sicherlich nicht verschließen.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Pesditschek

 

Last updated ( Sunday, 10 May 2009 )
 

 
      
 
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